Gemeinsam berufliche Zukunft gestalten

Ab in die Praxis!

02 2017 VABO 02Zwei Wochen Praxis pur - im Rahmen der vertiefenden Berufsorientierung organisierte die Bildungsakademie Tübingen einen Praktikumsblock für die Flüchtlingsklassen an unserer Schule. Nach einer umfassenden Analyse der individuellen Stärken und Neigungen konnten die insgesamt 40 Schülerinnen und Schüler die Berufspraxis von insgesamt acht handwerklichen Ausbildungsberufen kennenlernen. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen durchliefen dabei unter fachkundiger Betreuung verschiedene, zweitägige „Berufsstationen“, bei denen sie die typischen Merkmale der unterschiedlichen Handwerksberufe kennenlernten.

Welcher Beruf passt zu mir? Worauf kommt es bei der Berufswahl an? Durch die unterschiedlichen Arbeitsaufgaben im Verlauf des Praxisblocks sowie durch die Gespräche mit den Ausbildern konnten die Schülerinnen und Schüler herausfinden, ob ihre eigenen Stärken zum angestrebten Berufsbild passen. Außerdem konnten sie erkennen, welche Schlüsselkompetenzen sie vor ihrem Berufseintritt noch erlangen sollten. Ziel war auch die Erkenntnis, dass persönliches Engagement und Zielstrebigkeit für den Erfolg im Beruf von großer Bedeutung sind. Gleichzeitig konnten Teilnehmer die enge Verknüpfung der Ausbildung an unserer Schule mit der späteren Berufspraxis selbst erfahren. Daraus können sie Motivation für ihren weiteren Schulbesuch schöpfen. Denn alle Teilnehmer aus den Bereichen VAB (Vorbereitungsjahr Arbeit und Beruf) sowie VABO (Vorbereitungsjahr Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse) sollen unsere Schule einmal mit einem erfolgreichen Hauptschulabschluss verlassen.

02 2017 VABO 03Am Ende der Tübinger Werkstatttage erhielten alle eine Bescheinigung über ihre Teilnahme an diesem Projekt. Ergänzt durch eine Einschätzung ihrer individuellen Kompetenzen und ihres Engagements durch die Ausbilder können sie sich damit für ein Betriebspraktikum oder eine Ausbildung bewerben.

Übrigens: Dass die Integration von Flüchtlingen in das duale Ausbildungssystem in der Regel positiv verläuft belegt auch eine aktuelle Umfrage der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) in 2000 Unternehmen: 80 Prozent der Arbeitgeber, die in den vergangenen Monaten Flüchtlinge beschäftigt haben, sind mit deren Leistungen zufrieden.

Quelle: Spiegel online vom14.03.2017

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Großes Kino - hautnah

12 2016 Filmplakat kleinMit dem mehrfach ausgezeichneten Dokumentarfilm „Sonita“ stattete das Tübinger Filmfestival „FrauenWelten“ unserer Schule einen eindrucksvollen Besuch ab: Der Film schildert das Leben eines 18-jährigen afghanischen Mädchens. Sonita flüchtete vor den Taliban in den Iran. Dort lebt sie ohne Rechte, ohne offizielle Papiere und ohne Schulbildung. Ihr größter Wunsch: Als Rapperin selbst Musik zu produzieren. Das Problem: Im Iran ist Frauen das Singen Frauen verboten. Als ihre Mutter sie schließlich an einen fremden Ehemann für eine Zwangsheirat verkaufen will, rebelliert sie …. Soweit die Situation von Sonita in Stichworten.

Zu dieser Filmvorführung waren die Schüler der „Vorbereitungsklassen Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse“ (VABO) sowie der Klassenstufe 11 des Technischen Gymnasiums eingeladen. In den VABO-Klassen werden auch geflüchtete Jugendliche aus Afghanistan und Syrien unterrichtet, wodurch sich ein enger Bezug zum Film ergab. Im Anschluss an die Dokumentation riefen die Organisatorinnen des Filmfestspiels zu einem Publikumsgespräch mit dem afghanischen RAP-Duo „Diverse & Paradise“ auf. Besonders für die geflüchteten Jugendlichen ergaben sich dadurch spannende und zugleich emotionale Einblicke.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Mona Haschke und Kathrin Frenz vom Filmfestivals „FrauenWelten“. Durch ihre Hilfe konnten unsere Schüler dieses intensive Filmerlebnis erfahren und sich mit den beiden Künstlern bei uns im Haus austauschen.

Den Trailer zum Film kann man sich übrigens HIER ansehen. Dort stehen auch weitere Informationen rund um das Projekt bereit.

Den Pressebericht über die Aufführung an der Gewerblichen Schule Tübingen findet man HIER unter dem Stichwort „Dienstag“.

 

 

 

 

 

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Welcher Betrieb gibt uns eine Chance?

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Rund 60 junge Flüchtlinge besuchen zurzeit unsere Schule. Hier werden sie in eigens dafür eingerichteten „Vorbereitungsklassen Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse“ (VABO) unterrichtet, wo sie für ein Leben in Deutschland und für ihren künftigen Berufseinstieg lernen. Die ersten Schüler fanden auch schon einen Platz als Auszubildende oder Praktikanten in verschiedenen Tübinger Unternehmen. Um das Ausbildungssystem sowie das Berufsleben kennenzulernen, suchen jetzt weitere Schüler eine Stelle als Praktikant. Bei den ersten Schritten in eine mögliche berufliche Zukunft werden sie nicht nur durch die Schulsozialarbeiterin Beate Legner und die unterrichtenden Lehrer, sondern auch ehrenamtliche Betreuer begleitet.

Die jungen Menschen stammen aus den Krisengebieten in Syrien, Afghanistan, Pakistan, dem Irak und verschiedenen afrikanischen Ländern. Zum Teil erreichten sie Deutschland zusammen mit Familienangehörigen. Einige von ihnen flohen jedoch ohne die Begleitung ihrer Eltern oder Familien. Diese unbegleiteten Jugendlichen leben jetzt in Pflegefamilien oder in betreuten Wohngruppen. Für die Zeit eines Betriebspraktikums werden die betreffenden Schüler vom Unterricht vorübergehend freigestellt und sie sind während der Tätigkeit in den Betrieben über die Schule versichert. Für eine erste berufliche Orientierung sind die Schüler für die unterschiedlichsten Berufe offen.

Interessierte Betriebe und Unternehmen erfahren weitere Details über unsere Koordinierungsstelle bei der Schulsozialarbeiterin Frau Beate Legner (Telefon 07071 978-231) und dem Abteilungsleiter Herrn Siegmund Kopp (Telefon 07071/ 978-303) oder über das Schulsekretariat (Tel. 07071 978-212).