Gemeinsam berufliche Zukunft gestalten

Anlagenmechaniker

Hier in Tübingen bilden wir in unserem Fachbereich folgenden Beruf aus:

Anlagenmechaniker SHK

Die Ausbildung erfolgt im Dualen System, zum einen im Betrieb und zum anderen an der Berufsschule und dauert im Normalfall 3,5 Jahre. Informationen zur Berufsschule finden Sie hier:

Werkstatt

Das erste Ausbildungsjahr wird auch in Form einer „Einjährigen Berufsfachschule“ angeboten. Hierbei erfolgt die Ausbildung weitestgehend an der Berufsschule. Nur an einem Tag in der Woche ist der Schüler in seinem Betrieb, um dort Praxisnähe zu erfahren. Nähere Informationen, sowie die erforderlichen Anmeldeformulare finden Sie hier:

Ab dem zweiten Ausbildungsjahr findet der Unterricht generell als Blockunterricht statt. Dies ist eine Sonderform der Teilzeit-Ausbildung. Der Unterricht ist hier, über das Schuljahr verteilt, in 4 Blöcken zu je 3 bis 4 Wochen zusammengefasst.

 

Blockzeiten SHK Schuljahr 2015/2016

Die Unterbringung während des Blockunterrichtes kann in der Jugendherberge in Tübingen erfolgen. Diese liegt etwa 2 km von der Schule entfernt. Die Schule kann gerne Reservierungen vornehmen.

Unser Einzugsgebiet umfasst die Landkreise Tübingen, Reutlingen, Zollernalb und Freudenstadt.

Weitere Informationen zu dem Ausbildungsberuf finden Sie im Internet unter nachfolgenden Links:


Handwerkskammer Reutlingen

Bundesinstitut für Berufsbildung

Kreishandwerkerschaft Reutlingen


 

 

 

 

 

 Aus der Festschrift zum 100jährigen Jubiläum der Gewerblichen Schule Tübingen im Schuljahr 2010/2011:

Anlagenmechaniker werden an der Gewerblichen Schule Tübingen in vier Parallelklassen im Blockunterricht ausgebildet. Die Schüler sind Auszubildende aus Betrieben in den Landkreisen Tübingen, Reutlingen, Freudenstadt und Zollern-Alb. 

Installationstechnik in der Gewerblichen Schule Tübingen

An Vielseitigkeit ist der Beruf des Anlagenmechanikers Sanitär Heizung Klima sicher kaum zu überbieten. Denn die Arbeitsbereiche in denen Anlagenmechaniker verantwortlich arbeiten sind breit gestreut. Anlagenmechaniker sorgen für die erforderliche Wasserhygiene bei der Versorgung mit kaltem und warmen Trinkwasser. Anlagenmechaniker nehmen komplexe Regelungssysteme für Heizungs- und Lüftungsanlagen in Betrieb, Anlagenmechaniker installieren im Bad Komfort und Wohnambiente. Anlagenmechaniker schützen Gebäude vor Wasserschäden. Anlagenmechaniker erarbeiten Lösungen mit modernen Technologien zur Energiegewinnung und -einsparung. Anlagenmechaniker arbeiten an Gasversorgungsleitungen.

In der Fachabteilung Installationstechnik werden im Jubiläumsjahr 2010 330 angehende Anlagenmechaniker SHK im dualen System ausgebildet. Dazu kommt eine Berufsfachschulklasse Installationstechnik in Vollzeit, in der die Schüler das erste Ausbildungsjahr in Theorie und Berufspraktischer Kompetenz absolvieren. Wenn vom Anlagenmechaniker gesprochen wird, so ist natürlich immer auch die Anlagenmechanikerin damit gemeint. Acht Mädchen sind dieses Jahr in Ausbildung in unserem Beruf.

Die Schüler und Schülerinnen kommen aus den Landkreisen Tübingen, Reutlingen, Neckar Alb und Freudenstadt in unsere Schule. Aus diesem Grund ist der Unterrichtet blockweise organisiert. Jeweils für 3-4 Wochen sind die Auszubildenden ganztägig in der Berufsschule, um anschließend im Ausbildungsbetrieb zu arbeiten. Im Schnitt 12 Wochen im Schuljahr werden die angehenden Anlagenmechaniker in der Gewerblichen Schule Tübingen unterrichtet. Ein Tag in der Woche ist Werkstatttag. Hier werden die in der Fachkunde erarbeiteten Sachverhalte in Übungen und Versuchen vertieft.

Der Stoffplan orientiert sich an Lernfeldern. Innerhalb dieser Lernbereiche werden Handlungs- und Gestaltungskompetenzen in realitätsnahen Lernsituationen vermittelt. In der Grundstufe, dem ersten Ausbildungsjahr, stehen die manuellen Tätigkeiten im Vordergrund. Der Anlagenmechaniker ist ein Handwerksberuf. Geschick im Umgang mit Material und Werkzeug werden geübt. Die Fachstufe 1, das zweite Ausbildungsjahr, thematisiert vor allem die Wasser- und Wärmeverteilungssysteme mit ihren Komponenten im 1-2-Familienhaus. Ebenso ist die Badplanung ein wichtiges Thema. Im dritten Ausbildungsjahr steht die komplexe Heizungs- und Lüftungstechnik im Vordergrund. Die Erzeugung von Warmwasser mit regenerativen Energien wie Sonne und Holz gehört ebenso in diesen Ausbildungsabschnitt wie moderne Wärmepumpentechnik. „Ich bin Klempner von Beruf ...“ - leider ist im Lehrplan der Bereich der Blechbearbeitung nicht mehr enthalten. Da in unserer Region das Anfertigen bzw. Anbringen von Kaminverwahrungen und Dachrinnen traditionell durch die Sanitärfachbetriebe erfolgt, werden die Grundlagen der Blechbearbeitung im Werkstattbereich den zukünftigen Anlagenmechanikern weiterhin vermittelt. Auch so versuchen wir unserem Dualen Partner, den Ausbildungsbetrieben, zu zu arbeiten.  

Neben den berufsfachlichen Kompetenzen werden in der Berufsschule die persönlichen Kompetenzen auch in den Fächern Deutsch, Gemeinschaftskunde und Wirtschaftskompetenz geschult. Bereichernd für unsere Auszubildenden sind die Erkenntnisse im Vernetzten Lernen von Fachkunde und Allgemeinbildung, wie wir es in unserer Abteilung durchführen. Viel Wert wird in unserer Abteilung auf Sorgfalt und Verantwortungsgefühl gelegt. Wer Gas-, Öl - und Wasserleitungen verlegt, auf den muss Verlass sein.

In unserer Vollzeitklasse, der Berufsfachschule Installationstechnik, wurden und werden verschiedene Projekte mit realem Kundenauftrag durchgeführt. Derzeit bearbeiten die Schüler einen Kundenauftrag, bei dem zwei Sanitärcontainer, wie sie beispielsweise bei großen Freiluftveranstaltungen eingesetzt werden, fachgerecht installiert werden. Die Container sind unsere „Übungs-Neubauten“ und wurden samt Material von einer Firma zur Verfügung gestellt. Die von den Schülern geplante und durchgeführte Installation wird wie im realen Berufsleben vom Kunden geprüft und abgenommen. Danach gehen die Container in den Verkauf.

Der Anlagenmechaniker SHK ist von seiner Bezeichnung ein junger Beruf. Im Jahre 2003 wurden die vormaligen Berufe Gas- und Wasserinstallateur und Zentralheizungs- und Lüftungsbauer in das neue Berufsbild umgewandelt. Damit ein umfassender Ausbildungsberuf für den Installationsbereich entstehen konnte, wurde der Stundenplan mit Inhalten aus der Elektrotechnik fachbezogen ergänzt. Mit der Neuordnung des Berufs ist ein äußerst anspruchsvoller Beruf entstanden, der schulisch viel abverlangt, der aber den Auszubildenden durch seine Vielseitigkeit sehr gute Möglichkeiten im späteren Berufsleben ermöglicht.